Oehms, Karl G.: Das Erbe im Rosenberg - eine moselländische Familiengeschichte des 18. Jahrhunderts
12,00 €
Produktinformationen "Oehms, Karl G.: Das Erbe im Rosenberg - eine moselländische Familiengeschichte des 18. Jahrhunderts"
Karl G. Oehms:
Das Erbe im Rosenberg - eine moselländische Familiengeschichte des 18. Jahrhunderts.
Als angesehener Bürger verstirbt Johann Coenen, einst Hofmann des Aachener Liebfrauenstifts in Traben, am 22. Mai 1741 in Kinheim, nachdem er vierzehn Monate zuvor eine zweite Ehe mit seiner Köchin eingegangen war. Sein Haus, angefüllt mit Möbeln und Wertsachen, die einst seinem Schwager, dem Mainzer Domvikar Stephan Beilen gehört hatten oder aus dem Aacher Hof in Traben nach Kinheim gebracht worden waren, wird nun zum Mittelpunkt einer fünfzig Jahre dauernden Erbauseinandersetzung, weil seine Schwester, die Ehefrau von Martin Godefroy, dem Chirurgen der Trarbacher Garnison, das gerichtlich hinterlegte Testament nicht anerkennen will.
Die lange Auseinandersetzung vor dem Kröver Untergericht oder den Oberrichtern in Trarbach und Föhren/Trier wird teilweise in Koblenz vor den Räten des Kurfürsten oder am Kaiserhof in Wien fortgeführt und verschlingt nicht nur das hinterlassene Vermögen. Die gerichtlichen Protokolle geben einen ungewohnt tiefen Einblick in die Lebensverhältnisse des 18. Jahrhunderts und in die Strukturen der feudalen Welt bzw. die Regeln der Lehensgedinge. Sie erzählen von der Eitelkeit der Erben und der Be- oder Verhinderung der Justiz und ganz nebenbei von der Ruinierung eines Hauses und einer breiten Spur von Schulden, die letztlich zur sozialen Verwahrlosung der Enkelgeneration führen.
Der Autor Karl Oehms hat in den vergangenen Jahren eine Fülle von Ortsfamilienbüchern erstellt, darunter auch zu Kröv, Kinheim und Ürzig. Mit diesem Buch richtet er den Blick des Lesers auf die Lebensbedingungen und sozialen Verhältnisse der feudalen Welt des 18. Jahrhunderts.
Köln (WGfF) 2026. kart. Einband DIN B 5. 147 S.
ISBN 978-3-86579-206-8